Geldwäschegesetz 2017 tritt in Kraft

Das neue nationale Geldwäschegesetz setzt die Änderungen der Vierten EU-Geldwäsche-Richtlinie in der Geldwäsche- und Terrorismusbekämpfung in Deutschland um. Die EU hat angesichts der internationalen Lage die Standards gegen Geldwäsche und zur Verhinderung der Terrorismusfinanzierung deutlich angehoben und die 40 Empfehlungen angepasst.  
 
Güterhändler müssen geldwäscherechtliche Sorgfaltspflichten nach dem neuen Gesetz erfüllen, wenn sie Bartransaktionen ab einer Höhe von nun 10.000 EUR, statt wie bisher ab einer Höhe von 15.000 EUR tätigen.
 
Das bisherige Prinzip des „Know your customer“ und damit die Identifizierung des Kunden, steht weiterhin im Vordergrund. Vorgesehen ist die Einrichtung eines sogenannten Transparenzregisters, mit dessen Hilfe die Feststellung des "wirtschaftlich Berechtigten" bei Geschäften mit Gesellschaften, vor allem bei ausländischen Geschäftspartnern, erleichtert werden soll. Trotzdem dürfen sich Verpflichtete in Zukunft nicht alleine auf die aus Registern zu entnehmenden Daten verlassen, sondern müssen diese vor einer Transaktion oder bei einer Geschäftsbeziehung überprüfen, wenn verstärkte Sorgfaltspflichten angezeigt sind. 
 
Die bisher akzeptierten Identifizierungsverfahren wurden um elektronische Varianten erweitert. So kann beispielsweise bei einem internationalen Geschäft, bei dem es zu keinem persönlichen Kontakt der Vertragspartner kommt, eine Identifizierung auch mittels digitaler Verfahren wie dem elektronischen Personalausweis, der Videoidentifizierung oder der elektronischen Signatur durchgeführt werden. 
 
Quellen: https://www.goo.gl/84YBGY, https://www.goo.gl/iBD1Gf (Google Shortlinks)